Es wird mal wieder Zeit für eine Tour. Diesmal nur etwas kleines - eine Tagestour über den Brocken im Harz. Mal antesten wie es mit meinem Knie weitergeht.

Dazu muss erst mal der Weg in den Harz gemeistert werden.
Der Zug in Hannover hat direkt schon mal verspätung und der Anschluss in Goslar wird verpasst. Egal, hab ja Zeit. Also schau ich mir die Stadt ein wenig an. Goslar besteht gefühlt nur aus Altstadt - schön anzusehen.

Gegen 10:40 Uhr komme ich in Wernigerode an und hoffe auf einen Busplatz für mich und mein Fahrrad nach Schierke. Nachdem ich mit meinem Knie noch immer nicht ganz zufrieden bin und ich seit Schottland nur eine Tour im Deister gefahren bin, lasse ich es heute sanft angehen, denn von Schierke zur Brockenspitze sind nur halb so viele Höhenmeter zu meistern.

Auf dem Weg nach oben soll es angenehm werden und ich plante die Strecke mit Komoot als Rennradstrecke. Hierbei sollte der meiste Bodengrund asphaltiert sein.

Bergab soll es dann auf der anderen Seite des Brockens in Richtung Bad Harzburg gehen. Ein paar Singletrails konnte ich beim planen finden. Ich lasse mich auch hierbei überraschen, was mich vorort erwartet.

Mit dem Bus angekommen an der Haltestelle "Schierke Jugendherberge" geht es los.

Der Weg nach oben ist seeeehr entspannt. Sogar so entspannt, dass hier der Tourismus keinen Halt kennt.

Man kann auch mit der historischen Harzer Schmalspurbahn (HSB) auf den Gipfel fahren.

Oben angekommen ist die Aussicht wunderschön und bei der Höhe auch sehr weit.

Der Harz liegt ja teils in Niedersachsen und teils in Sachsen-Anhalt. Da konnte ich es mir nicht verkneifen eine traditionsreiche Speise aus der DDR zu bestellen. Also ein mal Soljanka zum Mittag =)

Danach noch die Batterien auftanken

Und es kann los gehen. Ein paar Meter ums Eck und der erste geplante Trail ist gefunden.

Kleine Northshore-Elemente peppen den Trail auf =)

Da ich mir noch einen anderen Trail anschauen wollte, habe ich unterwegs abgebogen. Der Umweg war jedoch unnötig. Der andere Trail war in etwa genauso spannend und hat keine zusätzlichen Trailmeter gebracht - kann man sich also sparen und einfach weiter zur Eckertalsperre fahren.

Gutes Timing: Meine Wasserreserven waren bei den hohen Temperaturen schnell aufgebraucht und konnten nun aufgefüllt erden.

Von hier aus ging es weiter über den "Pionierweg" (ein weiterer Trail) bis nach Bad harzburg für die Heimreise. Mitten im Wald bin ich von einer ungewöhnlichen Bushaltestelle überrascht worden.

Man beachte die MTB-freundlichen Bestimmungen. Da könnten sich die Österreicher eine Scheibe von abschneiden. Aber soweit muss man ja nicht mal schauen. Selbst in Baden-Würthemberg herrschen ja krude Gesetze bezüglich MTB und Wald. Hier im Harz geht man sehr offen damit um und gesteht Wanderern und Mountainbikern zu, dass sie gegenseitig Rcksicht nehmen.