Wenn man sich bisher nur im Rahmen von Festival-Zelten mit der Übernachtung im Freien beschäftigt hat, wird man bei der Suche nach qualitativem Equipment sehr schnell und sehr stark erschlagen.
Bereiche auf die man bei der Wahl eines Zeltes für eine mehrwöchige Radreise zu achten hat, sind sehr umfangreich.
Neben den offensichtlichen technischen Spezifikationen wie z.B. die Dichtigkeit bei Regen, kommen nun auch Fragen bezüglich Packmaß, Gewicht, Robustheit und Langlebigkeit hin zu. Bei den Musikfestivals die ich bisher so mitmachte, waren das Dinge, die nahezu egal waren - sei es, weil das Wetter unproblematisch war, ich die Nacht durchmachte oder weil der Alkoholpegel seinen Beitrag leistete =)

In Schottland wird es, aller Wahrscheinlichkeit nach sehr feucht werden. Hierbei gilt zu bedenken, dass nicht nur der Regen in der Nacht zu einem Problem werden kann, sondern auch beim Aufbau des Nachtlagers. Aber selbst wenn es nicht regnet, ist hier immer mit einem feuchten moosigen Bodengrund zu rechnen. Daher ist das Material des Zeltbodens mindestens genauso wichtig wie vom Außenzelt.

Es leuchtet schnell ein, dass sich Robustheit und Gewichtsoptimierung gegenüberstehen. Möchte man ein Ultraleichtzelt im 1-2kg Bereich haben, wird es aller Voraussicht nach schwierig hier mit dicken, festen, wasserdichten und robusten Materialien zu arbeiten. Interessanterweise hat sich hierbei aber in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Die großen Produzenten setzen auf sehr moderne Materialien, welche auch im Ultraleichtbereich zu starker Regenfestigkeit beitragen.

Wenn es um die Nachhaltigkeit geht, ist es gut zu wissen, dass PU-Beschichtungen mit der Zeit nachlassen bzw. sich auflösen. Zelte die damit abgedichtet werden, sind also trotz sorgfältiger Pflege nach einigen Jahren nicht mehr Dicht genug.

In vielen Foren wird das MSR Hubba (Hubba) NX wärmstens empfohlen. Nach einiger Recherche bei Herstellern wie Hilleberg, Robens und Wechsel, habe ich darüber hinaus wirklich interessante Zelte gefunden. Wenngleich ich nicht anzweifeln möchte, dass diese herausragende Qualität ihren Preis verdient hat, überschreiten diese Zelte meinen finanziellen Rahmen. Entgegen vieler Empfehlungen und Ratschläge, werde ich es drauf ankommen lassen und teste eines der günstigeren Ultraleicht Zelte auf dem Markt. Es wird ein "Quickhiker Ultralight 2" aus dem Hause Decathlon zum Einsatz kommen. Die Konstruktion bietet viel Platz bei geringem Gewicht und Packmaß und das alles für gerade mal 149 Euro. Meine Recherchen im Web haben bisher nur sehr wenige Negativ-Berichte zu Tage gefördert. Daher sind meine Hoffnungen groß. Aber es ist durchaus möglich, dass ich nach kurzer Zeit das Zelt schon verfluche. Ich werde berichten =)