Es gibt viele Formen sich fortzubewegen. Wenn das Rad das Mittel der Wahl für eine Reise wird, ist die Planung des Fortbewegungsmittels noch laaaange nicht abgeschlossen. Ich möchte Bikeparks besuchen, Single-Trails fahren und dennoch mein komplettes Equipment für eine wochenlange Reise inklusive Wild-Campen mit-schleppen.

Doch wie soll das gehen? Gerade bei dem Wort "Bikepark" schütteln die meisten sofort den Kopf, wenn man dies in Kombination mit einer Radreise erwähnt. Hinweise, dass man sich ja vor Ort ein passendes Bike ausleihen könne und man doch für die Reise selbst kein Fully nehmen solle, gibt es zuhauf. Viele Radreise-Blogs sind mit schicken Trekkingrädern geschmückt. Beladen mit Taschen an Starrgabeln und Gepäckträgern. Oder Hardtails für das sogenannte Bikepacking, bei dem - auf ein minimalistisches Setup herunter gebrochen - das Equipment zumeist mit speziellen Sattel- und Lenkertaschen transportiert wird. Auch ein Rucksack ist üblich.
Mir reicht ein Hardtail aber nicht aus. Ich möchte (wie so oft) alles auf ein mal - quasi eine "Eierlegendewollmilchsau". Ausserdem kann ich es mir finanziell nicht erlauben, neben meinem Fully, dem ganzen Equipment und den weiteren Kosten, noch ein brauchbares Hardtail zu kaufen, mit denen die Trails und Bikeparks auch Spaß machen würden.

Ich werde mich also mit meinem Fully die Berge "hochquälen" und mit viel Freude wieder hinunter fahren. Darauf freue ich mich schon sehr =)

Mit meinem Enduro Giant Reign 2 LTD von 2016 bin ich schon ein paar Tage in den Alpen gewesen und auch hier im Deister bei Hannover viele Höhenmeter gefahren. Ich finde dass es sich sowohl bergauf wie auch in der Abfahrt wunderbar fährt. Wie es sich mit Gepäck fahren wird, muss noch getestet werden. Ich mach mir über das Gewicht weniger sorgen, eher um die Lastverteilung und um Scheuerstellen - immerhin geht es nicht um einen Kurztrip, sondern um mehrere Wochen Dauerbelastung. Generell bleibt auch immer die Frage, wo überhaupt Platz für Gepäck ist. Gefederte Teile sollten nicht unbedingt mit zusätzlichem Gewicht und genereller statischer Belastung zur Materialermüdung gezwungen werden. Dies ist aber Thema für einen eigenen Blog-Eintrag.